Freiburg erhöht Abschussquote für Hirsche

Die Freiburger Jagdsaison 2026/27 beginnt am 1. September und dauert bis Ende Februar. Der Kanton erhöht die Abschussquote für Hirsche auf 230 Tiere. Auch in mehreren Schutzgebieten sind erneut Regulierungsabschüsse vorgesehen.

Text: J&N
Quelle: Kanton Freiburg

m Kanton Freiburg steigt die Abschussquote für Hirsche in der Jagdsaison 2026/27 von 220 auf 230 Tiere. Der Abschussplan wurde mit den Kantonen Bern und Waadt abgestimmt. Illustration: KI-generiert/ChatGPT

Der Kanton Freiburg passt seine jagdlichen Vorgaben an die Entwicklung der Wildbestände an. Im Zentrum stehen die Regulation von Hirsch und Wildschwein sowie die nach Geschlecht und Region geregelte Gämsjagd. «Grund dafür ist die Notwendigkeit, die Ausbreitung der Art im Kanton zu regulieren», heisst es in der Mitteilung zur höheren Hirschquote. Der Abschussplan beruhe auf wissenschaftlichen Untersuchungen zur Population und ihrem Lebensraum. Er sei mit den Nachbarkantonen Bern und Waadt abgestimmt worden.

Mehr Hirsche zum Abschuss frei

Für die neue Saison steigt die Abschussquote beim Hirsch von bisher 220 auf 230 Tiere. Auch Bern und Waadt hätten ihre Pläne erhöht, allerdings stärker als Freiburg. Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit sei für ein nachhaltiges Management erforderlich, da Wanderungen und Streifgebiete der Hirsche über die Kantonsgrenzen hinausreichten.

Vom 19. bis 24. Oktober dürfen neben Hirschkühen, Schmaltieren und Kälbern auch Spiesser erlegt werden. Hirschstiere bleiben in dieser Woche geschützt. Sollte die Quote nicht erreicht werden, könne das Amt für Wald und Natur die Jagd bis spätestens 15. Dezember verlängern.

Tiefere Quote bei der Gämse

Für die Gämsjagd wurden durch Auslosung 217 Tiere im Berggebiet ausserhalb der Jagdbanngebiete und in der Flachlandkolonie Kleine Saane zugeteilt. Im Vorjahr waren es 223.

Die 2017 eingeführte Vergabe nach Geschlecht und Region habe das Management und den Erhalt der Gämse im Kanton verbessert. «Sie gilt heute schweizweit als Vorbild und dient anderen Kantonen als Referenz», erklären die Verantwortlichen.

Die im Vorjahr eingeführte Sanktion bei Fehlabschüssen bleibt bestehen: Betroffene Jägerinnen und Jäger werden für die folgenden zwei Saisons von der Gämsjagd ausgeschlossen.

Abschüsse in Schutzgebieten

Im eidgenössischen Jagdbanngebiet Hochmatt-Motélon dürfen mit Zustimmung des Bundesamts für Umwelt während der offenen Jagdtage 25 Hirsche erlegt werden. Die Entnahme männlicher Tiere ist verboten.

Auch die Wildschweinregulation in den Wasser- und Zugvogelreservaten Fanel–Chablais de Cudrefin–Pointe de Marin und Chablais am Murtensee wird fortgesetzt. Pro Reservat dürfen vom 1. bis 15. Oktober sowie vom 1. November bis 31. Dezember höchstens 15 Wildschweine erlegt werden.

Bereits die Sommerjagd im Juli führte laut Mitteilung zum Abschuss von 30 Wildschweinen. Das seien fünf mehr als 2025 und das zweitbeste Ergebnis seit Einführung dieser Jagdperiode.

01.09.2026

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