Der Kanton Bern hat die Jagdplanung für 2026 festgelegt. Während beim Rothirsch erneut höhere Abschusszahlen vorgesehen sind, steht bei der Gämse die Schonung der Bestände im Vordergrund.

Text: Nathalie Homberger
Quelle: Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion, Kanton Bern
Das Jagdinspektorat des Kantons Bern hat die Jagdplanung für das Jahr 2026 festgelegt. Wie in der Kurzmitteilung der kantonalen Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion festgehalten wird, werden darin die Abschusszahlen für die wichtigsten Wildarten sowie die jagdpolitische Ausrichtung erläutert.
Rothirsch, Reh und Gämse im Überblick
Im Jahr 2026 dürfen im Kanton Bern 1409 Rothirsche (2025: 1323), 1209 Gämsen (2025: 1127) und 5365 Rehe (2025: 4904) erlegt werden. Beim Rothirsch setzt der Kanton erneut auf höhere Zahlen. Damit soll, wie es in der Mitteilung heisst, der Schutz von Wald und Landwirtschaft vor Wildschäden verbessert werden.
Unterschiedliche Zielsetzungen bei der Gämse
Bei der Gämse zeigt sich hingegen eine andere Stossrichtung. Dort steht laut Mitteilung die Schonung der Bestände im Vordergrund. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass nur im Napfgebiet eine weitere Reduktion vorgesehen ist, da dort Wildschäden weiterhin auftreten.
Wie die Verantwortlichen erklären, reagiert die Planung auch auf Veränderungen im Lebensraum der Tiere. So wird etwa erwähnt, dass die Gämsen zunehmend durch Freizeitaktivitäten gestört würden. Der Kanton berücksichtige diese Entwicklung entsprechend bei der Festlegung der Abschüsse.
Neue Regelung bei Gamsböcken
Neu ist zudem, dass die Abschüsse von Gamsböcken ausgelost werden. Hintergrund sei, dass nicht mehr genügend Böcke für alle Jägerinnen und Jäger zur Verfügung stehen. Diese Anpassung soll eine gerechtere Zuteilung ermöglichen, wie aus der Kurzmitteilung hervorgeht.
27.05.2026