Am 9. Februar ist Karl Lüönd verstorben. Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Publizisten, eine Journalistenlegende und den Urvater von «Jagd & Natur». Er war ein leidenschaftlicher Weidmann, ein wacher Geist und eine prägende Persönlichkeit, die die Schweizer Jagd über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet hat.

Text: Jagd&Natur
Mit grosser Trauer nehmen wir Abschied von Karl (Kari) Lüönd, dem Gründer und geistigen Vater von «Jagd & Natur». Am 9. Februar 2026 ist er verstorben. Und mit ihm verliert die Schweizer Jagd eine ihrer prägendsten Stimmen. Zurück bleibt Dankbarkeit für ein Lebenswerk, das die Schweizer Jagdpublizistik und die Jagdgemeinschaft nachhaltig geprägt hat.
Als Anfang 1998 die erste Ausgabe von «Jagd & Natur» erschien, war dies mehr als nur ein Neustart eines Magazins. Es war das Bekenntnis zu einer neuen Art von Jagdjournalismus: fundiert, aktuell, angriffig und mit klarer Haltung. Kari Lüönd hatte die Vision einer Zeitschrift, die nicht bloss Verbandsorgan, sondern journalistische Stimme der Jägerschaft sein sollte. Mit Mut, Überzeugungskraft und unternehmerischem Gespür setzte er diese Idee um und legte damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.
Während 15 Jahren führte er die Redaktion mit grossem Engagement und prägte 180 Ausgaben. Er forderte Qualität, schärfte Profile und glaubte an die Kraft des geschriebenen Wortes. Kari war ein Denker und Gestalter. Einer, der die Jagd nicht im stillen Kämmerlein sah, sondern als Teil des öffentlichen Diskurses. Er setzte sich dafür ein, dass Jägerinnen und Jäger gehört und verstanden werden und zwar sachlich, glaubwürdig und mit Rückgrat. Viele Impulse, die heute selbstverständlich erscheinen, tragen seine Handschrift.
Mit Karl Lüönd verliert die Schweizer Jagd einen leidenschaftlichen Weidmann, einen wachen Geist und einen Menschen, der bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Für «Jagd & Natur» bleibt er der Urvater. Ohne ihn gäbe es dieses Magazin nicht in der Form, wie wir es heute kennen.
Die März-Ausgabe war bereits im Druck, als uns die traurige Nachricht erreichte. In der April-Ausgabe werden wir ihm einen ausführlichen Nachruf widmen, der seiner Persönlichkeit und seinem Wirken gerecht wird.
Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor einem grossen Weidmann, einem leidenschaftlichen Publizisten und einem Menschen, der die Jagd in der Schweiz nachhaltig geprägt hat.
Weidmannsruh, Kari.
13.02.2026